

Lesung: „LORNA" mit Paul Maar
Auf Einladung des Vereins für Kunst und Kultur auf der Mainspitze e. V. mit seinem Vorsitzenden, dem ehemaligen Buchhändler und Journalisten Hans J. Jansen, sowie in Kooperation mit dem städtischen Kulturbüro gastiert der vielfach ausgezeichnete Autor Paul Maar am Montag, 20. Oktober 2025, in den Burg-Lichtspielen Ginsheim-Gustavsburg (Darmstädter Landstraße 62). Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr).
An diesem Abend trifft man zwar den SAMS-Autor, muss sich aber auf eine ganz andere Erzählform und Schreibweise einstellen, als man diese vom SAMS kennt. Es ist ein Rückblick, in dem auch ungenannt, das eigene Leben in Ausschnitten enthalten ist. Darüber hat er in ähnlicher Erzählweise in seine Kindheit und Jugend, die nicht immer einfach war, in „WIE ALLES KAM“ geblickt!
Der Roman „LORNA“ für junge Erwachsene, startet mit dem Einstieg in das acht Hochhäuser umfassende Viertel. Lorna wohnte hier und wurde als gute Fußballspielerin, von allen in die eigene Mannschaft gewünscht wurde. Fußball war beliebt aber gegen das Spiel vor die Kirche wurde aber protestiert und es wurde dort verboten und auch vor der Bäckerei durfte das nicht sein. Der Pfarrer hatte eine rote Nase, die ordnete Lorna dem Messwein zu.
Alle Jungs schwärmten von Lorna. Doch Lorna verliebte sich in Magnus, der eine Kinderlähmung hatte. Den schütze sie auch vor den Jungs, als sie sich über ihn seiner Bewegungsschwächen auslachen wollte. Und dann, der Gelähmte und Lorna fuhren mit einer Bekannten zur Diskothek. Die Fahrerin kam vom Weg ab und stürzte mit ihrem Fahrzeug, sich mehrfach überschlagend die Böschung herunter. Ein Mitfahrer war tot und für Lorna war das verletzte Auge der Schaden. Aber auch diesen Zustand konnte sie mit ihrer Beharrlichkeit überwinden.
Nicht zu kurz kommen bei Maar die täglichen, nicht einfachen Rahmenbedingungen für Lorna durch die Eltern. Oder, wie sich die jungen Leute versuchen, sich mit Schminke auffallend zu gestalten. Lorna nennt es „überschminkt“. Das Alltagsgeschehen geht einfach weiter. Der Umzug in eine WG. Oder der plötzliche Schwarzgeldtausch auf der Straße. Dann werden Markus und Lorna ein Paar aber Probleme macht ihnen die gemeinsame Küche. Es wird immer schwieriger von den beiden, gut miteinander umzugehen. Dann kommt auch noch die eigene Familiengeschichte. Der Vater ist aus Irland und bleibt nicht bei den Beiden, bei Mutter und Tochter.
Lornas psychischer Zustand verändert sich plötzlich. Sich befindet sich ständig in wechselnden physischen Gefühlslagen. Schließlich wird sie in die Psychiatrie eingewiesen und hat keine Chancen mehr, diese zu verlassen. Ihr kann offensichtlich nicht geholfen werden. Dies ist auch der kritische Blick, den Maar auf die Einrichtung richtet.
Da es vom Paul Maar für Erwachsene geschrieben wurde, erscheint sein aktuelles Buch beim S. Fischer Verlag in Frankfurt. Es öffnet den LeserInnen den Blick auf mögliche physische Störungen und die damit verbundenen Abhängigkeiten, die der Autor aus dem Umfeld seiner Familie kennt. Auf die Psychiatrie blickt er kritisch. Wird damit wirklich den Betroffenen geholfen? Nachfragen an den Autor sind nach Abschluss der Lesung möglich.
Abendkasse: 20,00 € | erm. 17,00 €
